So wählen Sie den passenden Webdesigner
Autor: Sanjay Sauldie
Überall Webdesigner. Egal wo Sie hinsehen. Jeder von denen versucht seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, in dem er seine Dienste an kleine, mittlere und manchmal auch größere Unternehmen anbietet. Wie oft haben Sie schon eine Web-Site gesehen, die schrecklich ausgesehen hat?
Aufgelöst mit wirren Animationen und billig aussehenden Graphiken werden solche Websites immer mehr im Internet verbreitet. Was ist der Unterschied zwischen eben erwähnten Webauftritten und echten, guten und professionell entwickelten Seiten? Sind alle Topdesigner nur für solche Großkunden bezahlbar? Kann ein kleines Unternehmen keine professionelle Website bekommen, ohne ein ganzes Designteam zu beschäftigen?
Natürlich gibt es Hoffnung. Aber der Unterschied macht nicht die Menge an Designern aus, sondern die eingesetzten Techniken. Entweder haben sich diese selbst angeeignet oder spezielle Kurse besucht, aber die Industriestandards und Konzepte werden so nie vermittelt. Lassen Sie uns gemeinsam anschauen, welches die größten Fehler der Webdesigner im Internet sind und wie man diese aus der professionellen Sicht der Industrie beseitigen kann.
1. Microsoft Frontpage oder Frontpage Express: diese Programme sind oft der Untergang jeder Website. Der HTML-Code, den sie produzieren, ist schrecklich! Manche Anfänger benutzen diese Programme, weil diese kostenlos mit Windows 98 mitgeliefert werden und designen jede Seite des Auftritts damit. Mit den mitgelieferten Vorlagen und keinem Wissen in HTML ausgerüstet, erstellen diese sog. “Designer” schnell eine Seite. Das könnte auch ein Kind mit diesen Vorlagen! Das Ergebnis ist schlechter Code, welches nicht in jedem Browser gleich aussieht und oft lange Ladezeiten verursacht.
Professionelle Lösung: wenn Sie professionell arbeiten wollen, lernen Sie bitte HTML. Werden Sie ein Hand-Coder. Die meisten Firmen suchen nach Webentwicklern (und wissen auch warum!) sowie Hand-Codern, die eine HTML-Site komplett ohne jegliche WYSIWYG-Editoren erstellen können. Wenn Sie einmal den Zugang zur Sprache bekommen haben, werden Sie flexibler sein, als es ein HTML-Generator je sein wird. Wenn Sie einmal HTML gelernt haben, werden Ihnen das Erlernen der anderen Internet-Sprachen leichter fallen.
2. Schlechtes graphisches Layout: viele Designanfänger haben keinerlei Kenntnisse über Grundlagen der Graphik und Layout. Text wird in die Mitte plaziert und kleinere Animationen springen um die Seite herum oder unterbrechen den Textfluß. Es scheint, als ob diese Designer gar nicht wissen, wie die Seite später aussehen wird und fangen einfach an, die Objekte irgendwohin zu plazieren. Die Graphiken werden aus dem Internet geklaut oder von CDs herunterkopiert, ohne an die Website angepaßt zu werden.
Professionelle Lösung: Photoshop ist Ihr Freund! Der erste Schritt zu einer professionellen Seite ist das Layout! Starten Sie mit Photoshop und einem Bild der Größe 800×600 oder Ihrer gewünschten Auflösung. Jetzt fängt Ihre Phantasie an! Entwerfen Sie die komplette Startseite Ihrer Website, mit Menüs, Buttons, Graphiken, Platz für Text, organisieren Sie alles! Alles sollte so aussehen, wie Sie es im Internet gerne sehen würden. Erstellen Sie für jedes Element eine eigene Ebene, damit Sie notfalls Elemente neu anordnen können. Ein großer Vorteil ist, daß Sie nun genau wissen, wo welches Element angeordnet wird und können nun das Design in Einzelteile zerlegen und in die Webpage einbauen. Da Sie die Standardauflösung von 800×600 benutzt haben, haben Sie die Möglichkeit, beim HTML-Code selber zu entscheiden, ob Sie diese Elemente strecken (für andere Auflösungen) oder das Gesamtbild einfach zentrieren.
3. Keine Optimierung der Graphiken: das kennen wir alle schon. Internet-Auftritte, die einen ganzen Tag zum laden benötigen, weil sie ein Startbild von über 100k Größe haben. Viele andere Bilder mit ähnlichen Größen folgen dann.
Professionelle Lösung: Photoshop ist immer noch Ihr bester Freund. Darüberhinaus ist sogar jetzt ImageReady Ihr bester Freund geworden. Befolgen Sie diesen Ratschlag und vermeiden Sie unnötige Dateiladungen im Netz. Öffnen Sie das Bild Ihrer Wahl mit ImageReady und wählen Sie speichern fürs Web aus. Stellen Sie die Optimierung so ein, daß Ihre Bilder noch gut aussehen und eine annehmbare Größe haben. Sie sehen eine Vorschau und können daran das Endprodukt beurteilen. Außerdem finden Sie dort die Downloadzeit für verschiedene Verbindungen, die dieses Bild benötigen wird. Speichern Sie Ihr Bild als Gif oder JPG.
Ok, das waren die wichtigsten Punkte, mit denen man sich in die Richtung professionelles Webdesign bewegt. Das ist nur der Anfang. Um in der Zukunft einen professionellen Webauftritt zu machen, benötigen Sie Erfahrung und eine gesunde Neugier. Hier ein paar Tips für die Zukunft:
* Besuchen Sie Websites, die Sie interessant finden und versuchen Sie, von denen zu lernen. Entweder aus deren Fehlern, die Ihnen aufstoßen oder von deren Können und versuchen Sie, diese einfach mal nachzubauen.
* Nehmen Sie einfach mal ein paar Bilder für Photoshop und experimentieren Sie damit, um die verschiedenen Möglichkeiten von Photoshop kennenzulernen.
* Wenn Sie einen Effekt im Internet sehen und dazulernen wollen, schauen Sie sich einfach den Quellcode an und spielen Sie ein wenig damit, um zu lernen.
* Schauen Sie sich in der Welt um und sammeln Sie Layoutideen: im Fernsehen, im Internet, Software, Ihr Betriebssystem, CD-Player, Lautsprecher, Computer, PDA`s etc. All diese Dinge aus dem täglichen Leben haben Designelemente, die Sie überall einsetzen können.
Sanjay Sauldie ist Begründer der Internet Marketing Strategie iROI, welches die erste TÜV-zertifizierte Internet Marketing Strategie Europas ist.
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