Website-Navigation gestalten

 Autor: Sanjay Sauldie

Nach Informationen im Internet zu suchen, ist heute sehr schwierig geworden. Und haben Sie endlich Ihr Ziel erreicht und hoffen auf Informationen, begrüßt Sie ein Haufen von Werbefenstern, wenn Sie die Site betreten und ein Haufen aufspringender Werbefenster (sog. Pop-ups), wenn Sie die Web-Site wieder verlassen. Andere Web-Seiten benutzen nur Flash, lassen Sie entsprechend lange warten, bis die Seite endlich die benötigten Informationen anzeigt. All diese Dinge sind wie Minenfelder für den neugierigen Besucher, der natürlich nur an der Information interessiert ist, aber die “Minen” gerne vermeiden möchte.

Eine schnelle und einfache Navigatiosstruktur ist unererläßlich für eine erfolgreiche Website. Besucher müssen sich auf Ihrer Homepage wolfühlen und eine gute Erfahrung machen, um wieder dorthin zu gelangen.

Heute gebe ich Ihnen Tips, wie Sie die Navigation Ihrer Web-Site optimieren können:
Ein Kapitän auf einem Schiff, das die Weltmeere überquert, wird sicherlich nicht ohne ein gutes Navigationssystem sein Ziel erreichen. Möglicherweise wird das Schiff Felsen streifen und dabei untergehen. Ein Besucher, der Ihre Web-Site besucht und nicht leicht navigieren kann, wird genauso schnell verloren sein und frustriert die Homepage verlassen. Ihr Schiff (also Ihre Web-Site) wird dabei mit untergehen, wenn dies zu oft passiert.

Ein gutes Web-Design bedeutet eine gute Navigationsstruktur für Ihre Web-Site. Das bedeutet also im Klartext, daß der Besucher seine Information leicht und schnell auffinden kann. Dabei geht es so einfach: versetzen Sie sich einfach in die Rolle Ihrer Großmutter. Würde sie schnell und effektiv die Information finden, oder wissen, wie Sie an Ihr Produkt kommt? Glauben Sie bitte nicht, daß wenn Sie Ihre Web-Site auswendig kennen, die anderen es auch schon auswendig kennen…

Besucher sollten nie mehr als drei mal während der Navigation klicken müssen, um die gewünschte Information zu finden un d ein viertes Mal, um das Produkt oder den Service zu bestellen.

1. Navigationsstile
Diese können einfache Buttons, Navigationsleisten, einfache Textlinks, animierter Graphik oder sog. Drop-Downmenüs. Man kann auch Illustrationen, Photographien oder Graphiken benutzen. Zum Beispiel enthält eine Image-Map eine Graphik, die an verschiedenen Stellen anklickbar ist und dann zu anderen Seiten weiterleitet.

2. Primäre und Sekundäre Navigation
Die primäre Navigation besteht aus den Navigations-Elementen, die von allen Seiten zugreifbar sind. Die sekundäre Navigation erlaubt es dem Benutzer, innerhalb eines speziellen Bereichs zu navigieren. Zum Beispiel gibt es viele Internet-Seiten, die Informationen über die Firma anbieten, z.B. “Über uns”. Dabei ist die primäre Navigation hier der Verweis auf die Seite “über uns”. Ist der Benutzer auf der Seite “Über uns” angekommen, dann gibt es weitere Links (sekundäre Links), welche innerhalb des Bereichs weiter verweisen. Das könnten z.B. Presseerklärungen, Standorte von Niederlassungen, Wegbeschreibungen etc. sein. Diese Links wären sekundär, da diese nur für den Bereich “Über uns” gelten, aber nicht für die gesamte Web-Site. Daher findet man diese Links nicht auf anderen Seiten.

3. Geführte Navigation
Das ist eine weitverbreitete Technik, bei der Sie Ihren Besucher durch die Web-Site leiten. Insbesondere beim Shop ist dies sehr wichtig, damit der Besucher wieder zurückkehren kann und sich weiter umschauen kann. Eine geführte Navigation nutzt man z.B. auch beim Einkaufen: zuerst der Einkauf, dann Versandinformationen und am Schluß Zahlungsbedingungen und dann der Abschluß des Verkaufs.

4. So entwickelt man die Navigation
Man muß herausfinden, welche Ziele und Bedürfnisse die Zielgruppe hat, wozu Ihre Web-Site dient und was Ihre Zielgruppe auf Ihrer Web-Site sucht. Außerdem sollte man sich einfach im Internet umschauen und sich selber ein Bild von dem machen, was einem bei anderen Web-Sites gefällt und mißfällt.

Grundlegend kann man aber folgende Charakteristiken einer guten Navigation festlegen:
- einfache und überschaubare Elemente
- Konsistenz der Navigation
- ermöglicht eine klare Zielvorgabe
- gibt klare visuelle Botschaften
- ist dem Inhalt der Web-Site angepaßt
- unterstützt die Ziele und das Verhalten der Besucher

Die Navigation soll den Nutzer mitteilen, wo er ist, wo er war und wohin sie gehen können. Links oder verlinkter Text sollte sich klar von dem Inhalt abheben, damit der Besucher weiß, daß er hier weitere Informationen anklicken kann.
Bei einer Bestellung sollte ein Bestätigung erscheinen, bei einem Formular eine Dankeseite. Immer sollte der Besucher sich seiner Aktionen sicher sein, denn ein verunsicherter Besucher kommt nicht gerne wieder. Nochmals, eine Navigation, die es dem Besucher ermöglicht, einfach und schnell die gewünschte Information zu finden, wird zum Erfolg der Seite führen. Fragen Sie dazu nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern Ihre Großmutter (oder jemanden anderen aus Ihrer näheren Umgebung). Wenn diese die gewünschte Information innerhalb von 3 Klicks erreichen, dann ist Ihre Navigation ein voller Erfolg. Herzlichen Glückwunsch! Ansonsten sollten Sie einen Schwimmkurs machen, da Ihre Web-Site bald baden gehen könnte.

5. Jetzt geht`s los
Wir entwickeln gemeinsam die optimale Struktur Ihrer Web-Site. Nachdem ich nun über 10.000 Internet-Seiten gestaltet habe, lernt man ziemlich schnell, Informationen zu strukturieren, um damit arbeiten zu können. Hilfreich dazu ist übrigens das Programm MindManager, den Sie hier bestellen können:

Sie können natürlich auch einfach ein weißes Blatt Papier nehmen, in der Mitte einen großen Kreis malen – das ist des “Herz” Ihrer Web-Site. Von dort aus entwickeln Sie Äste, die den Inhalt Ihrer Web-Site strukturieren. Dabei sollten es nach Rubriken sortiert, nicht mehr als 10 Bereiche geben. Innerhalb von Minuten haben Sie ein dynamisches Abbild Ihrer Web-Site vor Augen. Es kann passieren, daß Sie es nicht mehr auf einem Blatt Papier schaffen, dann erweitern Sie es auf weiteren Papieren und lassen Sie die Ideen fließen…

Wenn Sie es geschafft haben, Ihre Ideen und Wünsche zu strukturieren, sollte man für jeden Bereich ein eigenes Papier nehmen und dort einen Titel vergeben. Außerdem sollte man dort schon anfangen, die sekundären Links anzulegen. Damit legen Sie bereits fest, wie der Besucher auf Ihrer Web-Site navigieren wird.

6. Welchen Navigationsstil wählen Sie?
Es könnte eine horizontale Navigation oben einsetzt werden oder die Navigationsleiste wird links angebracht. Das sind die meistverbreitesten Positionen der Navigationsleiste. Manchmal setzt man auch eine Image-Map ein. Wenn man graphische Icons oder andere Graphiken und Bilder statt Text einsetzt, dann sollte man den Text-Link trotzdem irgendwo anders einbauen, das ist besonders für die Menschen gut, die ohne Bilder surfen (z.B. Handy!) und trotzdem navigieren möchen.

7. Welche Farben passen zu Ihnen?
Wenn Sie einen dunklen Hintergrund haben, mit dunklen Bildern und Text, dann werden Ihre Links fast unsichtbar sein. Wenn Sie Rollovers benutzen (Links, die ihre Farbe verändern, wenn Sie mit der Mauus darüberfahren), dann sollten Sie sicherstellen, daß die Farbe nicht verschwindet bzw. der Link unsichtbar wird.

8. Wie sind die Elemente angeordnet?
Bei manchen Internet-Seiten “kleben” die Elemente ganz oben oder werden bei Frames manchmal sogar nur halb dargestellt. Man sollte genügend Platz über und unter sowie neben den Elementen lassen, damit diese sinnvoll angezeigt werden können.

9. Wiederholung und Einheitlichkeit
Wenn der Besucher die Links immer wieder neu suchen muß, oder die Links anders bezeichnet werden, oder verschiedene Techniken bei den Links eingesetzt werden, dann ägert er sich, genauso wie Sie es auch tun würden, nicht wahr? Alle Navigationselemente sollten einheitlich strukturiert und wiederholt werden. Wenn der Besucher auf Bekanntes stößt, dann ist es ihm wohler und er surft immer wieder dahin.

10. Überprüfen Sie die Links
Haben Sie schon einmal einen Link angeklickt und kamen nicht mehr zurück zur Homepage? Oder Sie haben eine falsche Seite erreicht – oder die Seite existiert gar nicht. Das passiert oft genug, wenn man auf externe Adressen verweist. Mit der Zeit sollten Sie Ihre Links überprüfen und die Links nach Außen aktualisieren. Sie sollten es für Ihre Besucher einfach machen und die gelegten “Pfade” selber ablaufen, und das regelmäßig, um die Inhalte auch aktuell zu halten.

11. Testen Sie die Navigationsstruktur
Sie sind endlich online und alle schreien “Hurra”, insbesondere die teure Werbeagentur, die Ihnen alles mögliche angedreht hat, um in den schlechten Zeiten zu überleben. Da sind oft die Interessen der “Werbekreativen” höher angesetzt als der reale Erfolg Ihrer Web-Site. Sprechen Sie mit einem neutralen Betrachter und lassen Sie sich von einem Marketing-Berater optimal vorbereiten.
Fragen Sie Ihre Freunde nach den echtem Nutzen der Web-Site, auch wenn diese erstmal sagen “Super”. Fragen Sie sie, ob sie sich verirrt haben oder stellen Sie ihnen Fragen zum Inhalt, die diese über die Web-Site beantworten sollte. Vergessen Sie dabei auch Ihre Großmutter nicht ;-) ). Man nennt das den Usability Test. Wenn diese erste Gruppe keine Probleme mehr findet und mit Leichtigkeit navigieren kann, dann ist es Zeit, die Welt mit Ihrem Werk zu beglücken.

Entwickeln Sie bitte alles immer mit dem Besucher in Ihrem Hinterkopf. Eliminieren Sie alle Minenfelder, die Ihren Besucher langweilen oder frustrieren und zum Verlassen der Web-Site auf Nimmerwiedersehen animieren. Wenn Sie es den Besuchern einfach machen, werden Sie mehr Besucher bekommen und die bereits vorhandenen Besucher begücken.


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ELEKTRONIK-PR-Autor Sanjay Sauldie Sanjay Sauldie ist Begründer der Internet Marketing Strategie iROI, welches die erste TÜV-zertifizierte Internet Marketing Strategie Europas ist.


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