Warum ich Twitter nutze und welche Ziele ich damit verfolge (Twittertypologie)

 Autor: Martin Betschart


Als ich mich im Juni 2009 erstmals intensiv mit Twitter beschäftigte, war ich total begeistert davon und legte mich gleich ins Zeug, um so schnell wie nur möglich viele Followers (Folger) aufzubauen.

Ich beschäftigte mich damit während eines Monates mindestens eine Stunde pro Tag und experimentierte mit verschiedenen Strategien und Accounts. Ein Account wurde mir sogar von Twitter gesperrt, weil ich zu aggressiv vorging. Dadurch habe ich gelernt wo die Grenzen sind.

Natürlich ist es beeindruckend zu sehen, wie viele Followers manche haben und das spornt natürlich auch an, denen nachzueifern. Also war mein erstes Ziel einfach mal „Masse“ und nicht „Klasse“. Diese Strategie verfolgte ich mit einem Account und setzte mir zum Ziel, 20`000 Followers aufzubauen, um dann zu sehen, was passiert.

Ich habe auch in Bezug auf Twitter die Erfahrung gemacht, dass es viele selbsternannte „Experten“ gibt, die alles Mögliche erzählen und versprechen, mit dem Ziel, Geld damit zu machen. Also blieb mir nur der verlässliche Weg, selbst meine Erfahrungen zu sammeln.

Ich habe auch festgestellt, dass die Amerikaner ganz anders mit Twitter umgehen als die Deutschen und insbesondere die Schweizer. Die Amerikaner folgen meistens jedem, der ihnen folgt. Somit erreicht man schnell hohe Zahlen, doch was bringt das? Deutschsprachige Twitter Nutzer sind da sehr viel zurückhaltender und folgen nicht einfach jedem, der ihnen folgt. Darum ist es hier viel schwieriger, auf hohe Zahlen zu kommen.

Doch welche Strategie man nun verfolgt, ist eine Frage des Zieles, welches man mit Twitter erreichen möchte. Ich bilde hier einmal einige Kategorien bzw. eine erste Twitter Typologie: Welcher Twitter Typ sind Sie?

A: Der Spass Twitterer: Manche möchten offensichtlich einfach ihren Freunden mitteilen, wann sie aufstehen und ins Bett gehen und was sie sonst noch so bewegt. Diese Nutzer legen in der Regel auch Wert auf einen Dialog, in einem eher überschaubaren Bereich und haben in der Regel bis 500 Followers.

B: Der Spam Twitterer: Das sind die Twitterer, die alles versuchen, um so schnell wie möglich hohe Followerzahlen zu erreichen und dann nur „Werbetweets“ versenden. Sie nutzen alle Möglichkeiten, wie zum Beispiel schneeballmässige “Followeraufbausysteme”. Oft bieten diese dann unzählige Produkte an, aber keinen wirklichen Nutzen.

C: Der „Klugscheisser“: Das sind die, die auch Twitter benutzen, um die anderen Menschen zu belehren und zu sagen, was aus ihrer Sicht richtig oder falsch ist. Nach dem Motto: „Es gibt immer zwei Meinungen. A: meine und B: die falsche. Diese werden dann auch oft geblockt und das ist eine wunderbare Funktion bei Twitter.

D: Der Profi Twitterer: Diejenigen  haben erkannt, dass Twitter ein Kommunikations- und somit auch ein Marketing – Tool ist, welches genial sein kann, wenn es richtig eingesetzt wird. Diese Twitterer bieten Ihren Followern in erster Linie einen Nutzen und bauen somit erst einmal das Vertrauen auf. „Erst geben, dann nehmen“ haben sie verstanden. Sie bieten interessante und wichtige Informationen und ab und zu einen Link zu einen qualitativ guten Produkt bzw. einer hochwertigen Dienstleistung.

E: Der Promi Twitterer: Diesen Menschen folgen viele Leute, weil sie einfach bekannt sind und auch noch Nützliches oder Humorvolles bieten. Wie etwa Dieter Nuhr. Bezeichnend bei diesen ist oft, dass sie selbst gar niemandem folgen, aber viele ihnen. Das heisst, diese suchen definitiv nicht den Dialog. Doch Achtung, es gibt auch Fake Accounts, das heisst, dass jemand anderes dahinter steckt. Was für ein Ziel damit verfolgt wird, ist noch nicht abzusehen.

F: Der ziellose Twitterer: Das sind alle die, die zwar einen Account haben, höchstens aber einmal in der Woche reinschauen und ab und zu etwas machen bzw. ausprobieren, jedoch ohne grosse Begeisterung oder Ziel. Das sind oft auch Menschen, die  kurzfristig Etwas mitmachen, weil es gerade „In“ ist, jedoch davon noch nicht die Möglichkeiten erkannt haben. In der Regel werden diese dann früher oder später aktiv oder ganz inaktiv.

G: Der Twitter Freak: „Immer und überall“ ist sein Motto. Das Mindeste, das dieser Typ nutzt, ist sein Handy, damit er der Welt auch mitteilen kann, dass er jetzt gerade ins Flugzeug steigt. Er “retweetet” alles mögliche und gibt überall seine Kommentare dazu ab. Für diesen Menschen ist ein Leben ohne Twitter unvorstellbar.

Was für ein Twitter Typ sind Sie? Welche Strategie verfolgen Sie? Kennen Sie noch andere? Schreiben Sie mir!

Herzlichst

Martin Betschart


Kategorien: Top Story


ELEKTRONIK-PR-Autor Martin Betschart ist Experte für Erfolgs-Psychologie, Motivation und Menschenkenntnis. Als Erfolgs-Coach, Key Note Speaker, Bestsellerautor und TV Talkmaster geniesst er einen ausgezeichneten Ruf. Seit 1985 haben über 250’000 Personen seine Vorträge und Seminare besucht. Über 500 mal wurde in den Medien über ihn berichtet, davon mehrere Titelgeschichten. Führungskräfte von BayWa, T-Comm, Novartis, General Motors, Migros, Credit Suisse, VR Banken, Union Investment etc. lassen sich von ihm begeistern. Er ist der Begründer von Ressourcing®. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er mit dem «Martin Betschart Kommunikations-Talk» im Schweizer Privat-Fernsehen bekannt. Im Jahr 2007 wurde er zum Trainer des Jahres gewählt. Er gehört zu den Top 100 Speakers und wurde 2008 für den «Conga Award» nominiert. Er ist Vorstandsmitglied der GSA (German Speakers Association) und sehr beliebter Dozent an Universitäten bzw. Fachhochschulen. Er ist bekannt für seinen mitreissenden und motivierenden Vortragsstil. Das Schweizer Fernsehen bezeichnet ihn als den Erfolgs-Trainer Nr. 1.


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