Statistiken besser auswerten
Autor: Sanjay Sauldie
Statistiken kennt jede Web-Site. Nur anspruchslose Webmaster geben sich mit einem simplen Counter auf den Einstiegsseiten zufrieden.
Die schönsten Werbe- und Marketingbemühungen nutzen gar nichts, wenn man keine Kontrolle darüber hat. Zuwächse kann nur feststellen, wer entsprechendes Zahlenmaterial vorliegen hat. Die Reichweite ist dabei natürlich nicht alles, wirklichen Erfolg liest man am Bankkonto ab. Wer mehr erfahren will, kann sich externer Dienste bedienen oder Skripte in das CGI-Verzeichnis installieren. Richtig komfortabel wird es erst, wenn Sie über Server Log-Dateien verfügen. Mit dem eigenem Server ist das kein Problem. Service Provider stellen mehr oder weniger ausführliche Statistiken zur Verfügung. Sofern man es Ihnen gestattet, können Sie Ihre Log-Dateien auch selber auswerten.
Jetzt haben Sie eine wahre Wundertüte zur Hand. Sie sehen, woher Ihre Gäste kommen und an welcher Stelle sie Ihre Site wieder verlassen; wie viel Zeit man auf welchen Seiten verbringt, welche Datenmengen dabei umhergeschaufelt werden oder welche Fehler auftreten. Auch Roboter, E-Mail-Sammler und Seitensauger lassen sich aufspüren.
Ursprünglich waren Log Dateien dazu gedacht, fehlende Seiten oder Grafiken aufspüren, dazu kann man sie freilich auch heute noch benutzen. Ein Log ist nicht anderes als eine Textdatei, die sämtliche Zugriffe auf einen bestimmten Server aufzeichnet. Dabei wird jeder einzelne Abruf protokolliert, gleich ob sich dabei um eine HTML Seite, eine Grafik, einen Hintergrundklang, ein Style Sheet oder sonst etwas handelt.
Eine gründliche Analyse hilft, Zugriffe auf längst nicht mehr vorhandene Seiten zu erkennen. Besucher können Sie zurückgewinnen, indem Sie die nicht mehr vorhandenen Seiten leer erstellen und die Besucher mittels Meta Refresh auf eine andere Seite umleiten.
Auch Browser-Analysen gehören zum Site-Management. Diese Seiten sind auch mit Netscape 2.0 prima anzusehen. Aber den benutzt kaum noch jemand. Fast aller Gäste wartet mit modernen 5.0 Browsern auf. Kein Wunder, hier lesen Web-Worker und Homepage-Autoren. Aber Achtung: Auf Ihrer Site kann das ganz anders sein. Und auf vielen ist es anders. Sie sollten darüber Bescheid wissen.
So weisen sich einige Spider in den Log-Dateien aus:
Architext – Excite
Scooter – Altavista
Heavymetal = Fireball
Giordano = Goto
Teleport, Webwhacker, WebZIP = Seitensauger
EmailSiphon = E-Mail-Adressen-Sammler
Wenn Sie Besucherströme verfolgen können, dann können Sie eingreifen. Was nicht funktioniert, fliegt raus. Was nicht gefunden wird, wird exponiert. Was erfolgreich ist, wird erweitert. Nutzen Sie Ihre Chancen, die Möglichkeiten haben Sie längst. Die schönsten Werbe- und Marketing-Bemühungen nützen gar nichts ohne Controlling. Zuwächse kann nur feststellen, wer entsprechendes Zahlenmaterial vorliegen hat. Web-Sites können sich nur weiterentwickeln, wenn möglichst detaillierte Daten über die Besucher und deren Verhalten vorliegen.
Ursprünglich waren Log-Dateien dazu vorgesehen, fehlende Seiten oder Grafiken aufzuspüren, dazu kann man sie freilich auch heute noch benutzen. Ein Log ist nichts anderes als eine Textdatei, die sämtliche Zugriffe auf einen bestimmten Server aufzeichnet. Dabei wird jeder einzelne Abruf protokolliert, egal, ob es sich dabei um eine HTML-Seite, eine Grafik, einen Hintergrundklang, ein Stylesheet oder sonst etwas handelt.
Beispiel für einen Eintrag in eine Log-Datei:
pc19f0042.dip.t-online.de – - [19/Aug/1999:20:50:37 +0100] “GET /index.html HTTP/1.0″ 200 9014 “http://home.t-online.de/home/homepage/seite.htm” “Mozilla/4.5 [de] (Win95; I)”
Hier wird ein einzelner Seitenaufruf festgehalten. Aus ihm lassen sich eine Vielzahl von Informationen herauslesen:
Der Server, von dem die Anfrage kam
Datum und Uhrzeit des Zugriffs
Die aufgerufene Datei
Serverstatus (200 = alles OK | 404 Datei nicht vorhanden | und andere)
URL, von der ein Aufruf kam (Referer)
Browser, Browser-Version und Sprache
Betriebssystem
Endlich herrscht Klarheit darüber, welche Browser auf Seiten der Gäste benutzt werden, wann die meisten Zugriffe erfolgen und auf welchen Seiten das geschieht. Besonders interessant ist die Herkunft der Besucher, so lässt sich leicht feststellen, welche Links, welche Suchmaschinen-Strategie und welche Bannerwerbung zum Erfolg führt. Ambitionierte Webworker kommen ohne diese Daten nicht aus. Auch Fehler und Probleme mit der Navigation lassen sich schnell aufspüren.
Woher bekommt man die Log-Dateien?
Direkt vom Provider, eine Bitte sollte genügen. Aber Vorsicht, je nach Traffic können diese Dateien sehr groß werden. Idealerweise werden sie daher schon auf dem Server komprimiert. Wer kostenlosen Webspace benutzt, hat allerdings keine Chance, in den Genuss der Dateien zu kommen.
Wie wertet man sie aus?
Der schieren Größe wegen verbietet sich eine Auswertung “zu Fuß”. Man braucht ein Programm, um die vom Server geladenen Dateien offline nach allen Regeln der Kunst analysieren zu können. Marktführer Webtrends ist nicht eben billig und die Testversion steht gerade einmal 14 Tage zur Verfügung. Inzwischen gibt es auch einen Vertriebspartner in Deutschland, der mit Rat und Support zur Seite stehen. Eine preiswertere Alternative findet sich in Fast Stats. Aus deutschen Landen stammt WebSuxess, welches auch in einer preiswerteren Light-Version zu haben ist. Aus der Schweiz kommt Webfeedback. Für Macianer empfiehlt sich Funnel Web von activeconcepts.com.
Empfehlenswerte Freeware-Alternativen sind Webalizer und der Klassiker Analog, der in 38 Sprachen verfügbar ist.
Sanjay Sauldie ist Begründer der Internet Marketing Strategie iROI, welches die erste TÜV-zertifizierte Internet Marketing Strategie Europas ist.
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