Mittelmeerdiaet
Autor: Joachim Trott
Mittelmeerdiät: Gegenteil von Convenience-Food
„Die Ärzte sind sich ja selbst nicht einig untereinander, ob einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren gesünder sind.“ Oft vernimmt man in Gesprächen über Olivenöl diese Äußerung verunsicherter Verbraucher. Aber das stimmt nicht: Die Ärzte sind sich sehr wohl einig! Gesunde Ernährung ist nicht eine Frage des Geschmacks oder des Gutdünkens Einzelner, sondern wurde von kompetenter Stelle verbindlich definiert.
Im sogenannten „Konsensus Statement“ einigten sich an der Internationalen Konferenz über mediterrane Ernährungsweise im Jahr 2000 in London 42 renommierte Ernährungswissenschaftler darauf, was man unter „gesunder Ernährung“ zu verstehen hat: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide sowie Fisch, Nüsse und fettarme Milchprodukte: Die mediterrane Ernährung wird von der Forschung heute als die ideale Gesundheitsdiät angesehen.
Wie die Ernährungswissenschaftler im Konsensus Statement mit dem Untertitel „Nahrungsfett, mediterrane Ernährung und lebenslange Gesundheit“ festhielten, ist bei der „mediterranen Ernährung“ nicht mal eine Beschränkung der Fettaufnahme erforderlich.
Dies jedenfalls dann, wenn nicht zu viele Kalorien aufgenommen werden und vorwiegend pflanzliche Fette mit einem geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren und teilgehärteten Ölen verwendet werden. (Die Leser können das pdf-Dokument „Konsensus Statement“ auf www.merum.info herunterladen.)
Der Begriff „traditionelle mediterrane Ernährung“ bezeichnet Ernährungsgewohnheiten, wie sie Anfang der 60er-Jahre in einigen Mittelmeergebieten, beispielsweise auf Kreta, in Teilen des übrigen Griechenlands und in Süditalien typisch waren: eine Fülle an pflanzlichen, wenig verarbeiteten, regionalen und saisonal frischen Lebensmitteln, Obst, täglicher Verzehr geringer bis mäßiger Mengen von Milchprodukten (in erster Linie Käse und Joghurt), geringe bis mäßige Mengen von Fisch und Geflügel, bis zu vier Eier pro Woche, geringe Mengen von rotem Fleisch sowie geringe bis mäßige Mengen zu den Mahlzeiten getrunkenen Weins und Olivenöl als Hauptfettquelle.
Wenn die moderne Ernährungsforschung ausgerechnet die mediterrane Küche preist, dann deshalb, weil Anfang der 60er-Jahre – also bevor auch sie mit den Erzeugnissen der Massentierhaltung und der Lebensmittelindustrie verwöhnt wurden – die Lebenserwartung für Erwachsene bei den Populationen mediterraner Gebiete eine der weltweit höchsten war und das Auftreten koronarer Herzerkrankungen, bestimmter Krebsarten und einiger anderer ernährungsbedingter chronischer Erkrankungen trotz der Mängel der Gesundheitsversorgung weltweit am niedrigsten war.
Selbst die US-amerikanische Food and Drug Administration hat sich kürzlich dafür ausgesprochen, dass auf Olivenöletiketten künftig vermerkt werden darf, dass das Öl einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System besitzt. Es darf empfohlen werden, dass der Konsument zwei Teelöffel Öl pro Tag zu sich nehmen soll, um Krankheiten zu verhüten.
Artikel aus der Reihe “Gesundheit: Wundermittel Olivenöl”. In dieser Reihe wurden bereits publiziert (bitte anklicken):
Gesundheit: Wundermittel Olivenöl
1. Essentielle Fettsäuren sind lebenswichtig
2. Fettsäuren: gesättigte und ungesättigte
3. Krebs: Achtung vor falschem Fett
4. Transfettsäuren: Killerfette in Fast Food
5. Gesund “Verunreinigungen”: Vitamine und Antioxidantien
6. Vitamin E: Schützt das Herz
7. Polyphenole: Für Krebsvorsorge
8. Oleocanthal: Gesundes Kratzen im Hals
10. Kohlenwasserstoffe: Gegen Brustkrebs
11. Sterine: Senken Cholesterin
12. Gute Extra Vergine: Besser UND gesünder!
Dieser Artikel: 13. Mittelmeerdiät: Gegenteil von Convenience-Food
Weiterhin erscheinen in dieser Reihe
14. Wertvoller Abfall: Antioxidantien aus Pressrückständen
Quelle und Copyright: MERUM Die Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien
Die Lakonikos Elia GmbH dankt Andreas März und Jean-Pierre Ritler von MERUM für die Zusammenarbeit. Lakonikos Olivenöl und Renieri Bio-Olivenöl sind reine und gesunde Olivenöle, die nach den höchsten Qualitätskriterien hergestellt werden.
Der Unternehmens-Alchimist Joachim Trott verwandelt Visionen und Ziele in tragfähige Geschäftskonzepte und goldene Unternehmen. Mit der Lakonikos Elia GmbH gründete er ein Unternehmen um die Vision seinen griechischen Freundes Vasilis Thomopoulos zu verwirklichen: Hochwertiges Olivenöl aus Lakonia, Griechenland in Deutschland anzubieten um damit den Olivenbaum als Friedenssymbol und jahrtausende altes Kulturgut im Bewusstsein zu halten. Die preisgekrönten Olivenöle werden über den Internetshop http://www.lakonikos.de angeboten.
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