Effektive E-Mail-Kampagnen
Autor: Sanjay Sauldie
Es ist schon oft gesagt worden, aber es ist wichtig, es hier nochmals zu betonen: die Email ist die Top-Applikation im Internet. Laut der letzten Forrester-Studie wird die kontrollierte E-Mail-Industrie ein Wachstum von 164 Millionen $ in 1999 zu 7.38 Billionen $ in 2005 erreichen.
Die Email bewegt sich immer mehr von einer textorientierten Kommunikationsform zu einer Kommunikatiosform voller Multimediainhalte (z.B. Streaming Audio und Video) jeder, der einen Internet-Zugang hat (und sei es auch einer mit schlechten Datenanbindung) hat jetzt die Möglichkeit, aufregende Inhalte zu sehen.
Hier habe ich die wichtigsten Dinge in Kurzform aufgeschrieben, die man bei einer effektivem E-Mail-Kampagne beachten sollte:
1. Zunächst ist es wichtig zu wissen, was eine erlaubnisbasierte E-Mail bedeutet und wie diese von Spam (Werbemüll) unterschieden wird. Erlaubnisbasierte Email bedeutet, daß der Empfänger sein Interesse am Empfang dieser Email bekundet hat und sich irgendwo angemeldet hat, um die Email, die die Inhalte seines Interesses beinhaltet, zu empfangen. Der Empfänger hat dabei auch das Recht, sein E-Mail-Abo jederzeit zu kündigen und die Emails sind als solche genau gekennzeichnet.
2. Ich empfehle kein Spam (unerwünschte Massenemails ohne Erlaubnis) für Ihre Kunden. Auch sollten Sie nie eine solche Kampagne einleiten, weil es immer mehr Gegner von Spam (inklusive mir) gibt und ich solchen Spam direkt lösche.
3. Die wahre Einstiegsemail glänzt durch den Inhalt, wie ein interaktiver Marketing-Prozess. Die Betreffzeile muß kurz und prägnant sein sowie informativ, weil diese Zeile als erster Löschfaktor dient. Der Text in der Email sollte prägnant sein und Absätze enthalten, die jeweils aus 2-3 Zeilen bestehen. Man sollte den Empfänger persönlich ansprechen und nicht mehr als 2-6 Hyperlinks in den Text einbauen. Außerdem sollte man eine prägnante Signatur haben, die sich bei den Menschen bedankt, die ihre Zeit für das Lesen der Email aufgebracht haben. Außerdem sollte man seinen Namen und eine echte Telefonnummer als auch die eigene Email angeben.
4. Bei vielen Aktionen weiß man nicht, ob man die Email im HTML-Format gestalten sollte (reich an Multimediafunktionen) oder das einfache Textformat bevorzugen sollte. Als Daumenregel empfiehlt es sich folgendes zu beachten: ist das Zielpublikum eher konsumorientiert, dann bevorzugt man gewöhnlich das HTML-Format, weil es graphisch aufgewertet werden kann. Ist das Zielpublikum eher firmenspezifisch oder technisch orientiert, dann will die Mehrheit von denen die Nachricht als reines Textfile, weil diese sich für Fakten interessieren und nicht für marketingtechnische Hypes.
5. Die Kosten können sehr stark von den Zielgruppen variieren. Als Daumenregel kann man Kosten in Höhe von ca. 0,25 EUR bis 12 EUR pro Email rechnen, abhängig davon, ob Sie die Adressen irgendwo kaufen müssen, wie die Inhalte gepflegt werden und wie oft sie die Liste einsetzen. Außerdem hängt die Qualität Ihrer E-Mail-Adressen stark davon ab, wo Sie diese einkaufen.
6. Was für eine Erfolgsrate können Sie von einer solchen guten Kampagne erwarten, also diejenigen, die Ihr Angebot im Internet wirklich anschauen? Diese zahlen hängen sehr stark von Ihrem Marktsegment ab bzw. von der Dienstleistung/ Produkt, welches Sie anbieten. Im Durchschnitt konnte man bisher 4% bis 20% Rücklauf erwarten, leider verkleinert sich diese Zahl, da immer mehr Firmen diese Form der interaktiven Werbung einsetzen.
7. Nachrichten sollten auch einigen Tests unterzogen werden. Man sollte eins bis drei Nachrichten entwerfen (in kreativer Weise), welche verschieden aufgebaut sind, sowohl von der Gestaltung her als auch Inhaltlich. Dann sollte man diese Mails an ca. 10% der Adressenliste senden und dann die Rücklaufrate kontrollieren. Erst wenn man weiß, welche Nachricht einen guten Rücklauf hat, sollte man dann die Email an alle versenden. Seien Sie gewarnt, dieser Prozeß ist langwierig und kann Ihre Kampagne verlangsamen, aber durch diese Testverfahren haben Sie eine Kontrolle über den Rücklauf und erhöhen damit die Rücklaufquote immens.
8. Eine gute Anzeigenkampagne lebt davon, daß Sie auf Ihrer Homepage eine spezielle Seite anlegen, die die Besucher, die von der E-Mail-Aktion kommen, begrüßt. Die Inhalte dieser Seite sollten dem E-Mail-Inhalt angepaßt sein und sollte die Möglichkeit der Kommunikation haben (z.B. Newsletter-Eintrag). So bekommen Sie immer mehr Anmeldungen für die diversen Inhalte, die dann natürlich immer optimaler genutzt werden können.
9. Zuletzt aber trotzdem am wichtigsten ist das Aufsetzen von Kontrollmechanismen, um Zugriffe auf die Web-Site zu kontrollieren. Je besser das Auswerteverfahren, desto besser kann man jede E-Mail-Aktion beurteilen. Je mehr solcher eigenständiger Seiten, die von der Email angesprochen werden, existieren, um so genauer kann man den Effekt einer solchen Kampagne beurteilen. Diese kritische Analyse wird Ihnen dabei helfen, in der Zukunft besser über Ihre Kampagnen Bescheid zu wissen und auch bessere E-Mail-Kampagnen zu gestalten.
Sanjay Sauldie ist Begründer der Internet Marketing Strategie iROI, welches die erste TÜV-zertifizierte Internet Marketing Strategie Europas ist.
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