Was sind Partnerprogramme?

 Autor: Sanjay Sauldie

Unternehmen, welche ihr Angebot auf den Onlinemarkt ausdehnen oder neue Kunden durch das Internet generieren möchten, greifen auf webbasierte Partnerprogramme zurück. Vertriebspartner integrieren dabei vom Anbieter vorgegebene Werbemittel wie beispielsweise Werbebanner, Textverweise, Flashanimationen oder Skripte in ihre Webprojekte. Sobald ein Besucher der Partnerwebseite mit dem Mauszeiger auf ein Werbemittel klickt, wird er zur Webseite des Anbieters weitergeleitet. Bei diesem Vorgang wird eine Zeichenkette, welche den Partner eindeutig identifiziert, übergeben und somit eine Session eingeleitet. Oft werden die Partnerinformationen auch in einem Cookie gespeichert.

Was ist Affiliate-Marketing (=Partnerprogramm) genau?
Affiliate-Marketing ist eine Art von Online-Werbung, bei der Website-Besitzer (Publisher) für die Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen anderer Websites (Advertisers) belohnt werden.

Was ist ein Advertiser?
Jegliche Website, die ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft, Zahlungen annimmt und Bestellungen abwickelt. Ein Advertiser ermöglicht es anderen Websites (Publishers), Links zu seinen Produkten und Dienstleistungen auf deren Sites zu platzieren und den Publishers eine Provision für die Verkäufe an Besucher, die auf diese Links geklickt haben, zu bezahlen.

Was ist ein Publisher?
Der Website-Besitzer, der für Produkte oder Dienstleistungen von einem Advertiser wirbt und dafür eine auf den Verkauf berechnete Provision erhält. Der Publisher zeigt Anzeigen, Text-Links oder Produkt-Links auf seiner Website, in E-Mail-Kampagnen oder in Suchlisten an und wird vom Advertiser mit einer Provision belohnt, wenn der Besucher einen Kauf tätigt.

Wie funktioniert das?
Wenn ein Besucher Ihrer Site auf einen dieser Links klickt, wird er an die Verwalter-Website weitergeleitet und auf seinem Rechner wird ein 90 Tage lang gültiger Cookie platziert. Wenn ein Besucher zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der nächsten 90 Tage einen Kauf tätigt, wird dieser Kauf von einem Affiliate-Netzwerkpartner nachverfolgt und Sie erhalten eine Provision!

Bei den Online-Partnerprogrammen unterscheidet man hauptsächlich zwischen vier verschiedenen Provisions-Modellen:

Zahlung pro Verkauf: Kauft der weitergeleitete Besucher ein Produkt beim Anbieter, so wird beim Kaufabschluss die überlieferte Zeichenkette oder der Cookie ausgelesen und der Partner erhält die vorher vereinbarte Provision. Diese Art der Verprovisionierung nennt man “pps – pay per sale” (engl. für Zahlung pro Verkauf). Ein bekanntes Beispiel für dieses Provisionsmodell ist das Partnerprogramm von Amazon.de.

Zahlung pro Klick: Bei Programmen, die auf Zahlungen pro Klick (“ppc – pay per click”) basieren, erhält der Partner eine Provision, sobald der Besucher auf ein Werbemittel klickt. Ein bekanntes Beispiel für dieses Provisionsmodell ist das AdSense-Programm von Google.

Zahlung pro Aktion: PPL-Programme (“ppl – pay per lead”) heißen Provisionsmodelle, bei denen der Besucher eine spezielle Aktion ausführen muss, damit der Partner eine Vergütung erhält. Üblicherweise ist diese Aktion für den Besucher kostenlos (z.B. Kataloganforderung, Gewinnspielteilnahme, Newsletterregistrierung)

Zahlung pro Augenkontakt: Das aufgrund der Ineffektivität selten verwendete “ppv – pay per view”-Modell belohnt den Partner für jede Einblendung eines Werbebanners auf der Partnerwebseite.

Als Vertriebsplattform wählen die Anbieter meist Partnerprogrammnetzwerke, da sie dort einerseits auf Partnerbestände zurückgreifen können, andererseits die Erfassung, Abrechnung und Provisionsauszahlung durch professionelle Trackingsysteme und Userinterfaces vereinfacht wird.


Kategorien: Internet Marketing


ELEKTRONIK-PR-Autor Sanjay Sauldie Sanjay Sauldie ist Begründer der Internet Marketing Strategie iROI, welches die erste TÜV-zertifizierte Internet Marketing Strategie Europas ist.


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