Passwörter & Co

 Autor: Sanjay Sauldie

Nachdem beim letzten Mal über das Einrichten von passwortgeschützten Seiten berichtet wurde, möchte ich gerne heute etwas zur Wahl des richtigen Passworts schreiben.

“Bitte geben Sie Ihr Kennwort ein”. Für viele Menschen weltweit sind diese Worte, die auf einem Computerbildschirm stehen, bereits ein fester Bestandteil ihres Alltags. Entweder möchte man den Zugriff auf den eigenen PC haben, sein Handy einschalten, eine Kreditkarte benutzen oder einen Sicherheitszugang öffnen. Passworte oder PIN-Nummern (PIN= personal identification number) sichern den Zugriff auf Daten und Dienstleistungen.

Inzwischen besitzen viele Menschen, die in einem Büro arbeiten, durchschnittlich 3 bis 5 verschiedene Passworte nur für die Arbeit und es gibt Schätzungen, daß innerhalb der nächsten 10 Jahre auf die Konsumenten mehr als 100 verschiedene Passworte zukommen werden. Hierbei entsteht das Problem, wie man ein genügend sicheres Paßwort auswählt und es sich trotzdem gut merken kann.

Es gibt für die Wahl von Paßwörtern einige Regeln, die man im Kopf haben sollte. Zuerst die Regeln für das, was man bei der Paßwortvergabe nicht machen sollte. Niemals sollte man seinen Namen oder den Namen eines Familienmitglieds benutzen, nicht einmal in veränderter Form. Ebenso sind z.B. Kfz-Kennzeichen, die Telefonnummer oder die Adresse zu leicht zu entschlüsseln.

Zusätzlich sollte ein Paßwort nicht nur aus Zahlen oder Buchstaben bestehen. Ein relativ einfaches Computerprogramm kann so einen Code ziemlich schnell knacken. Zuletzt sollte man kein Wort benutzen, welches in einem Wörterbuch vorkommt, nicht mal in einem Fremdwörterbuch. Es gibt ganze Listen (die man auch aus dem Internet leicht herunterladen kann!), die Ortsnamen, Begriffe und Bezeichnungen aus verschiedenen Sprachen enthalten und mit entsprechenden Programmen kann man diese Listen zum Entschlüsseln von Paßwörtern einsetzen. Dabei ist es egal, ob die Worte alle groß geschrieben werden oder gar rückwärts benutzt werden.

Tja, was bleibt uns dann noch übrig? Man sollte Passworte aus mindestens 6 bis 8 Platzhaltern bestehen, die aus einer Kombination von Text, Zahlen, Klein- und Großbuchstaben sowie Sonderzeichen (z.B. ein Punkt). Wie schwer ist es, so eine Kombination zu knacken? Es gibt Berechnungen, die besagen, daß ein Computer, der 1 Million Passworte pro Sekunde ausprobieren kann, dafür im Schnitt ca. 100 Jahre benötigen würde.

Wie kann man ein Paßwort auswählen, welches man sich auch gut merken kann? Manche machen es so: man nimmt den Titel z.B. eines Lieblingsbuches oder Kinofilms oder z.B. eine Zeile aus einem Lied oder einem Gedicht. Man nehme dann die Anfangsbuchstaben und bilde daraus ein Paßwort: z.B. “Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage” könnte umgewandelt so aussehen: “S/ns,dihdF” und dann am Schluß z.B. noch die Anzahl der Buchstaben als Zahl dahinter: “S/ns,dihdF9″.

Man kann auch verschiedene Vokale und Konsonanten zu einem Word zu bauen, was man gut aussprechen kann (z.B. “lofolago69″ oder “45ButoRoba90″). Man könnte auch kurze Worte nehmen und diese mit Sonderzeichen trennen (e!r”f§o$l%g&R/e(i)c=h) . Ist es Ihnen aufgefallen? Die Sonderzeichen sind genau die Zeichen der ersten Tastaturzeile!

Obwohl nicht alle Programme alle Zeichen als Paßwort zulassen oder die Groß- und Kleinschreibung ignorieren können Ihnen die obigen Tips bei der Wahl Ihres nächsten Kennworts weiterhelfen. Außerdem ist bei der Paßwortvergabe zu beachten, daß man Passworte von Zeit zu Zeit ändern sollte. Nur noch eine letzte Anmerkung: egal, was Sie für Paßwörter einsetzen, benutzen Sie keines der obigen erwähnten Passworte.


Kategorien: Internet Marketing


ELEKTRONIK-PR-Autor Sanjay Sauldie Sanjay Sauldie ist Begründer der Internet Marketing Strategie iROI, welches die erste TÜV-zertifizierte Internet Marketing Strategie Europas ist.


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