Hotel Monaco München, Oktoberfest Tagebuch: Tag 7

 Autor: Christine Sevdas

Heute schauen wir mal hinter die Kulissen der Wies’n. Das Oktoberfest in München ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, hinter allem steht die Domäne für ehrenamtliches Engagement. Das Münchner Rote Kreuz stellt für 16 Tage, 1500 ((!) Sanitäter und 200 Ärzte, die nur für eine kleine Aufwandsentschädigung arbeiten, in den Dienst der ersten Hilfe! Außer dem Notarztteam und der Einsatzleistung, werden die Sanitäter meist nur einmal am Wies’n Dienst teilnehmen. Ausgeruhte Kräfte sind zwingend notwendig, der Dienst von früh bis in die Nacht erfordert hohes Engagement!

Mit einer eigenen Sanitärstation die dem hohen Niveau einer modernen Notfallambulanz entspricht, ist das Serviceteam vom Roten Kreuzes bestens ausgerüstet. Kleine operative Wundversorgungen werden vorgenommen um somit die Krankenhäuser der Umgebung  entlastet. Kein schöner Anblick ist es,  wenn die Sanitäter mit „ Bierleichen“ durch das Festgelände fahren. Auch diese werden in der Sanistation versorgt. Das ist die Kehrseite eines solch großen Festes.

Leider werden die „ Bierleichen“ immer jünger. Schon 14 jährige Jugendliche greifen zum Maßkrug.Trotz strenger Einlasskontrollen, mogeln sich die viel zu jungen Gäste in die Zelte. Nicht selten haben Sie mit Freunden schon vor dem Fest getrunken sozusagen  „vorgeglüht“!  Das Geld ist knapp und auf der Wies’n alles teuer.

Jährlich brauchen  7000 bis 8000 Menschen während der 16 Wies’n Tage, die Hilfe der Sanitäter.

Glücklichweise nicht nur Betrunkene,  alle Wehwechen von Kopf- bis Zahnweh, werden in der Sanistation verarztet.

Morgen gibt es kulinarische Tipps, die  einem zünftigen Wies’n Bummel noch schöner machen.

Servus euer München Hotel Monaco Team


Kategorien: München Events


ELEKTRONIK-PR-Autor Christine Sevdas


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Kommentare (1)

Rudi

geschrieben am 25.09.2009 um 13:15    


Es sind natürlich nicht 1500 Sanitäter pro Tag, sondern nur ca. 100-150. Aber insgesamt kommt die Zahl hin, ja.

Die Sanitäter und Ärzte arbeiten übrigens nicht gegen kleine sondern völlig ohne jede Aufwandsentschädigung. Lediglich der OP-Arzt (für die kleine Wundversorgung) rechnet selbst ab und die Kassenkraft ist hauptamtlich. Alle anderen sind 100% ehrenamtlich tätig. Dennoch wird die erweiterte ärztliche Hilfeleistung wie in einer Arztpraxis abgerechnet und das eingenommene Geld wird in die Instandhaltung und Ergänzung der Inneneinrichtung der Sanitätsstation gesteckt.

Nochwas: es heißt “SanitäTsstation”, nicht “Sanitärstation”. Sanitär (mit “r”) ist was anders… :)

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