Ai Weiwei stellt in München aus
Autor: Christine Sevdas
„Darum dreht sich doch die Freiheit: alles in Frage zu stellen.“ (Ai Weiwei)
„Oh Sorry“ die neue Ausstellung von Ai Weiwei im Haus der Kunst in München
Vom 12.10.2009 bis zum 17.01.2010 haben Sie die Möglichkeit im Haus der Kunst die Ausstellung „oh sorry“ von Ai Weiwei zu besichtigen.
Ai Weiwei gehört zu den bedeutendsten Künstlern Chinas der Gegenwart. Sein Projekt auf der documenta in Kassel 2007 machte ihn international berühmt, da für sein „fairytale“ Projekt 1001 Chinesen eingeflogen wurden.
Sie wurden Teil der Ausstellung und ihre Erfahrungen Teil der Kunst. Diese gehörte zu den größten Projekten, die je für die documenta in Köln realisiert wurden. Außerdem entwarf er 2008 gemeinsam mit dem Schweizer Architekten Herzog & de Meuron das sogenannte „Vogelnest“ in Peking. Dabei handelt es sich um das Nationalstadion, das für die Olympischen Spiele konzipiert wurde und nun auch zum Wahrzeichen Pekings gehört. Innerhalb seiner Werke stellt er sich immer wieder die Frage, wie Altes neben Neuem existieren kann.
Somit zertrümmert er alte Urnen der Han-Dynastie auf Steinplatten oder übermalt antike Tongefäße mit Industriefarben. Neben den Werken der Ausstellung „so sorry“ zeigt er auch zwei Zusätzliche, die eigens für die Ausstellung im Haus der Kunst entwickelt wurden. Eines ist sogleich an der Außenfassade vom Haus der Kunst zu betrachten. Diese neue Arbeit nennt er „Remembering“ und erinnert an das starke Erdbeben, das sich 2008 in der chinesischen Provinz Sichuan ereignete. Dabei wurden 9000 Schulrucksäcke in fünf unterschiedlichen Farben aufgehängt. Diese formen chinesische Schriftzeichen und bilden den Satz: „Sieben Jahre lang lebte sie glücklich in dieser Welt”. Mit diesem Satz gedenkt er einer Mutter, die ihre Tochter bei dem Erdbeben verlor. Ai Weiwei kritisierte schon oft die chinesische Führung und fordert ein Ende der Zensur.
Im Internet existiert ein Blog, in dem er regelmäßige Statements abgibt. Dieser wurde in China schon mehrmals geschlossen, zum Beispiel als er über das Erdbeben in Sichuan schrieb, bei dem er auch die Namen der Opfer auflistete, darunter auch die von 5000 Schulkindern.
Besuchen auch Sie diese faszinierende Ausstellung und lassen sich von seinen Werken inspirieren. Am Freitag, den 16.10.2009, findet ebenfalls im Haus der Kunst, ein Chinese Rock Festival statt, welches eigens zu dieser Ausstellung organisiert wurde. Dort haben Sie die Chance bekannte chinesische Bands live zu erleben. Mit dabei sind Joyside und Carsick Cars.
Viel Vergnügen wünscht Ihr Hotel Monaco Team aus München!!
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